Der zweithöchste Berg der Welt ist von der ersten deutschen Frau erklommen

Der zweithöchste Berg auf unserer Erde hat einen üblen Ruf wegen seiner Eisfallen, Steinschläge, Lawinen und sehr steilen Anstieges. Jeder, der den K2 erobern will, muss seine 8611 Meter von der Bergsohle bis zum Gipfel zurücklegen. Die Deutsche Anja Blacha ist unter 31 Bergsteigern, denen das im Jahre 2019 gelungen ist. Diese in Bielefeld geborene Frau hat alle Schwierigkeiten überstanden und den gefährlichen Berg, der in Nordpakistan emporragt, bezwungen.

In den letzten Jahren konnte niemand auf den Gipfel vom K2 steigen. Nun kam die Bestätigung des pakistanischen Alpinclub, dass die erste Deutsche diesen fiesesten Berg besiegt hat. Blacha, die jetzt 29 Jähre alt ist und in Zürich lebt, hat bis dahin schon alle höchsten Berggipfel (Seven Summits) bestiegen.

Um am Anstieg auf den K2 teilzunehmen, sollte man zunächst nach Islamabad und dann nach Skardu fliegen. In diesem Ort, der im Norden von Pakistan liegt, ist eine grüne Oase. Dorthin kann man nur mit einem Kleinflugzeug kommen. Danach fährt man mit einem Jeep nach Askole. Aus diesem Dorf muss man eine Woche lang zu Fuß laufen. Die Ausrüstung wird von Ortsbewohnern auf Eseln, Pferden und Maultieren getragen. Auf dem 120 km langen Weg gib es viele Flüsse, die man überfahren muss. Bis die Bergsteiger ihr Basislager erreichen, bekommen sie oft Darm- und Magenschmerzen.

Im Basislager ist es auch gar nicht leicht, denn da folgen Aufsteigen, in der Kälte Übernachten, mit jedem Tag immer höheres Steigen und dann wieder Heruntergehen. Nach der Akklimatisierung muss man auf das nötige Wetter warten.

Der erste Start zum Gipfel fand nach einem Monat statt, seitdem die Bergsteigerin unterwegs war. Die Strecke wurde aber mit hohem Schnee blockiert. Alle konnten nur 30 Meter pro Stunde machen, so Blacha. Der Versuch war erfolglos und die meisten stiegen ins Basislager ab, weil sie meinten, dass der K2 in diesem Jahr nicht unzugänglich ist.

Blacha aber startete nach fünf Tagen in einem neuen Team wieder. Zehneinhalb Stunden brauchte diese Mannschaft, um auf 600 Meter zu steigen. Eine der fünf Frauen, die den Gipfel vom K2 besiegte, war die Deutsche. Zur Zeit bereitet sich schon Anja Blacha aufs Abenteuer auf Skiern in der Antarktis vor.

Besonders vielen Problemen und Gefahren setzen die Alpinisten eiskalte Winde, Wetterumschläge, schreckliche Lawinen und rasche Steinfälle aus. Sie können in den Gebirgen zahlreiche Menschen und ihre Tiere umbringen. Manche Mitteilungen daüber kann man in unseren Nachrichten finden.